Wonsees liegt in Oberfranken, eingebettet in eine hügelige Landschaft nahe der Autobahn 70. Der Ort wird von Wanderwegen wie dem Fränkischen Marienweg und dem Jean-Paul-Weg durchzogen, die durch die Region führen. Als Marktgemeinde gehört Wonsees zum Landkreis Kulmbach und ist Teil der Verwaltungsgemeinschaft Kasendorf.
Die Geschichte des Ortes reicht bis ins frühe 14. Jahrhundert zurück, als Wonsees im Jahr 1323 das Marktrecht erhielt. Über die Jahrhunderte wechselte die Herrschaft mehrfach: Zunächst gehörte es zum Fränkischen Reichskreis, später zum preußischen Fürstentum Bayreuth. Nach einer Zwischenzeit unter französischer Verwaltung kam der Ort schließlich zu Bayern. Die heutige Gemeinde entstand im Zuge der bayerischen Verwaltungsreformen des frühen 19. Jahrhunderts.
Wonsees besticht durch seine historischen Bauwerke, darunter eine evangelische Pfarrkirche im Markgrafenstil mit spätgotischem Turm und einem sehenswerten Kanzelaltar. In der Nähe liegt die Burg Zwernitz in Sanspareil, die einst den Walpoten gehörte und später in den Besitz der Hohenzollern überging. Besonders bekannt ist auch der Felsengarten Sanspareil mit seinen markanten Felsformationen und dem Morgenländischen Bau. Der Ort brachte mit Friedrich Taubmann einen bedeutenden Dichter und Altphilologen hervor.