Wennigsen liegt im Calenberger Land zwischen dem Deister und der Leine, etwa fünfzehn Kilometer südwestlich von Hannover. Der Ort erstreckt sich am waldreichen Höhenzug des Deisters, wo der Bröhn mit 405 Metern die höchste Erhebung bildet. Hier entspringt die Ihme aus dem Zusammenfluss zweier Bäche, während der niedrigste Punkt bei 69 Metern in Evestorf liegt. Die Gemeinde grenzt im Uhrzeigersinn an Gehrden, Ronnenberg, Springe und Barsinghausen.
Seine Wurzeln reichen in die Rodungszeit des fränkischen Reiches zurück, doch die erste schriftliche Erwähnung stammt aus einer Urkunde zwischen 1199 und 1206. Damals verzichtete ein Graf auf die Verwaltung eines Salzwerks zugunsten des Klosters Amelungsborn. Im Dreißigjährigen Krieg wurde der Ort schwer getroffen, doch später brachte der Steinkohleabbau im Deister wirtschaftlichen Aufschwung. Die Bahnlinie nach Haste verband Wennigsen ab 1872 mit dem Eisenbahnnetz.
Heute prägt das Kloster aus dem 13. Jahrhundert das Ortsbild, während die Poppenburger Rose im Wappen an die historische Verbindung zu den Grafen von Poppenburg erinnert. Die Gemeinde feierte 2025 ihr 825-jähriges Bestehen mit einer Festmeile zwischen Kloster und Rathaus. Die Umgebung lädt mit Wanderwegen durch den Deisterwald und dem Steinkrug als bekanntem Ausflugsziel zum Verweilen ein.