Gehrden liegt im Calenberger Land, eingebettet zwischen sanften Hügeln und fruchtbaren Böden. Der markante Gehrdener Berg mit seinen Ausläufern wie dem Burgberg prägt das Stadtbild und verleiht Gehrden den Beinamen „Burgberg-Stadt“. Die Höhenlagen erreichen bis zu 158 Meter, während die Kernstadt selbst auf etwa 70 bis 90 Metern liegt. Östlich fließt die Haferriede vorbei, und nicht weit entfernt erhebt sich der Deister als beliebtes Naherholungsgebiet. Gehrden ist rund 13 Kilometer von Hannover entfernt.
Die ersten Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis in die Bronzezeit zurück, doch die eigentliche Geschichte beginnt mit einer germanischen Siedlung, die zwischen dem 3. und 7. Jahrhundert bestand. Eine wichtige Rolle spielte der Hellweg, eine alte Handelsroute, die hier eine Engstelle zwischen dem Gehrdener und Benther Berg passierte. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1154, als ein Gerhard von Gehrden in einer Urkunde Herzog Heinrichs des Löwen genannt wird. Im Mittelalter entwickelte sich der Ort zu einer befestigten Siedlung mit Markt, Braurecht und eigener Gerichtsbarkeit, die durch Wallanlagen und Tore geschützt war.
Heute ist Gehrden eine Kleinstadt mit kleinteiliger Wohnbebauung, geprägt von Einfamilienhäusern und einer lebendigen Fußgängerzone. Im Zentrum finden sich Einzelhandelsgeschäfte und Restaurants, während das Gehrden Carré als modernes Geschäfts- und Gesundheitszentrum dient. Die Umgebung mit dem Gehrdener Berg und dem Deister lädt zu Spaziergängen ein. Archäologische Funde wie bronzezeitliche Siedlungsreste oder frühmittelalterliche Gräber zeugen von der langen Geschichte des Ortes.