Seelze liegt südlich der Leine im Calenberger Land, umgeben vom Mittellandkanal und dem Stichkanal Hannover-Linden. Die Stadt ist durch die Bahnstrecke Hannover–Minden gut angebunden und grenzt im Norden an Garbsen und Hannover, im Osten an Gehrden und Barsinghausen sowie im Süden und Westen an Wunstorf. Mit etwa 34.000 Einwohnern ist sie eine der größeren Gemeinden in der Region Hannover.
Die erste gesicherte Erwähnung von Seelze stammt aus dem Jahr 1180 unter dem Namen Selessen. Schon früh hatte der Ort eine zentrale Rolle für die umliegenden Dörfer, etwa als Standort eines Gogerichts und eines Pfarrhofs. Im Dreißigjährigen Krieg wurde Seelze mehrfach geplündert, und 1625 fiel hier der Reitergeneral Michael von Obentraut. Nach einem Großbrand 1755 und dem Bau der Bahnstrecke 1847 entwickelte sich Seelze zu einem wichtigen Eisenbahnknotenpunkt. Die Industrialisierung brachte Fabriken wie die chemische Fabrik von Eugen de Haën und später den großen Rangierbahnhof.
Seelze besteht aus der Kernstadt und mehreren Ortsteilen wie Letter, Almhorst und Gümmer. Bekannt ist das Obentraut-Denkmal, eine sechs Meter hohe Steinpyramide aus dem Jahr 1630, die an den tödlich verletzten Reitergeneral erinnert. Das Heimatmuseum in der ehemaligen Schule zeigt regionale Geschichte mit Schwerpunkten wie Fachwerkbau und Alltagskultur. Städtepartnerschaften verbindet Seelze mit Grand-Couronne in Frankreich, Schkeuditz in Deutschland und Mosina in Polen.