Wermelskirchen liegt im Bergischen Land, südöstlich von Remscheid und gehört zum Rheinisch-Bergischen Kreis. Die Große Dhünntalsperre, Deutschlands größte Trinkwassertalsperre im Westen, erstreckt sich teilweise über das Stadtgebiet. Die Stadt ist umgeben von Nachbarorten wie Hückeswagen, Wipperfürth und Solingen und geprägt durch traditionelle bergische Schiefer- und Fachwerkhäuser.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort um 1150 als Werenboldeskirken, benannt nach einem Mann namens Werinbold. Die Besiedlung begann bereits im 7. bis 10. Jahrhundert durch sächsische und fränkische Siedler, erkennbar an den zahlreichen -inghausen-Orten im Stadtgebiet. Im Mittelalter gehörte Wermelskirchen zum Amt Bornefeld in der Grafschaft Berg und entwickelte sich durch Landzölle und Handelswege zu einem wichtigen Knotenpunkt. Im 19. Jahrhundert entstand aus drei Landgemeinden die heutige Stadt, die 1873 die Stadtrechte erhielt.
Die romanische Kirche St. Bartholomäus mit ihrer Michaeliskapelle prägt das Stadtbild. Bekannt ist Wermelskirchen auch für den Spitznamen „Dellmann“, abgeleitet vom Pastor Gustav Dellmann. Die Große Dhünntalsperre ist ein zentraler Anlaufpunkt, während die Ortsteile Dabringhausen und Dhünn mit ihren historischen Höfen und Mühlen das ländliche Flair ergänzen.