Remscheid liegt im Bergischen Land, eingebettet in den großen Wupperbogen zwischen tief eingeschnittenen Tälern wie denen von Eschbach, Morsbach und Wupper. Die Stadt erstreckt sich östlich von Solingen und südlich von Wuppertal, den beiden nächstgelegenen größeren Städten. Mit Höhenlagen bis 378 Meter im Brodtberg und Tiefen um 96 Meter an der Wupper zeigt das Gelände starke Unterschiede. Durch Steigungsregen fällt hier besonders viel Niederschlag, der mehrere künstliche Seen speist und die Stadt zu einem der regenreichsten Orte Deutschlands macht.
Die Wurzeln Remscheids reichen bis in altfränkische Zeit zurück, erstmals schriftlich erwähnt wurde es im 12. Jahrhundert als „Remscheit“. Über Jahrhunderte gehörte der Ort zur Grafschaft Berg und entwickelte sich später unter napoleonischer Herrschaft zur Kommune mit Stadtrecht. Wirtschaftlich prägten Metallverarbeitung und Werkzeugbau die Stadt, die sich durch ihre Handelsbeziehungen nach Übersee den Beinamen „Seestadt auf dem Berge“ verdiente.
Heute gliedert sich Remscheid in vier Stadtbezirke mit über 240 benannten Wohnplätzen. Historische Parkanlagen wie der Stadtpark oder der Hardtpark prägen das Stadtbild, während Natur- und Landschaftsschutzgebiete seltene Pflanzenarten beherbergen. Die Stadt verbindet industrielle Tradition mit grünen Oasen und liegt als Teil der Metropolregion Rhein-Ruhr inmitten des Bergischen Städtedreiecks.