Wertach liegt im schwäbischen Oberallgäu, eingebettet zwischen den Voralpen und dem Fluss Wertach, der dem Ort seinen Namen gab. Mit über 900 Metern über dem Meeresspiegel ist es die höchstgelegene Marktgemeinde Deutschlands, umgeben vom Grünten und dem Wertacher Hörnle als Hausberg. Die Landschaft reicht von den Ufern des Grüntensees bis hinauf zu den Gipfeln der Berge.
Die ersten Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis zu den Kelten zurück, deren Name für den Fluss „kräftig, schnell“ bedeutete. Urkundlich erstmals erwähnt wurde Wertach im Jahr, als eine Pfarrkirche geweiht wurde. Über Jahrhunderte prägten Klöster und Adelsgeschlechter wie die Rettenberger die Geschicke des Ortes, der 1423 das Marktrecht erhielt. Mehrfach zerstörten Brände und Kriegswirren den Ort, besonders im Dreißigjährigen Krieg, als schwedische Truppen ihn niederbrannten.
Heute ist Wertach ein staatlich anerkannter Luftkurort mit einer malerischen Umgebung. Die Pfarrkirche und die Überreste des Pestgottesackers erinnern an die bewegte Vergangenheit. Die Gemeinde umfasst mehrere Ortsteile wie Bichel und Vorderreute, die sich in die alpine Landschaft einfügen. Wanderwege führen hinauf zum Wertacher Hörnle oder entlang der Wertach, die dem Ort seinen Charakter gibt.