Weyer liegt im oberösterreichischen Traunviertel, eingebettet zwischen den Ausläufern der Voralpen und dem Fluss Enns, die das Gemeindegebiet durchzieht. Im Norden grenzt die Gemeinde an Gaflenz, Großraming und Reichraming, im Osten an Hollenstein an der Ybbs in Niederösterreich, während im Süden die steirischen Orte Altenmarkt und St. Gallen liegen. Der Ort selbst erstreckt sich über eine Fläche von mehr als 220 Quadratkilometern, wobei der historische Kern deutlich kleiner ist als die umliegenden Ortsteile wie Kleinreifling oder Unterlaussa.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Weyer im 14. Jahrhundert, doch bereits im 13. Jahrhundert gab es Hinweise auf eine Siedlung namens „ad Piscinam“. Über Jahrhunderte gehörte der Ort zu Bayern und später zu Österreich ob der Enns, geprägt von der Eisenindustrie und der Lage an der Enns. Im 19. Jahrhundert spaltete sich die Landbevölkerung ab und bildete die eigenständige Gemeinde Weyer-Land, während der Markt als Weyer-Markt weiterbestand. Die Zusammenführung beider Teile erfolgte erst 2007 nach einer Bürgerbefragung.
Die Gemeinde besticht durch ihre historische Bausubstanz, darunter die Pfarrkirche und das Prevenhuberhaus am Marktplatz. Das Bergbaumuseum in Unterlaussa und der Innerberger Stadel zeugen von der regionalen Geschichte. Regelmäßige Feste wie das Seewiesenfest oder der Haflingermarkt prägen das kulturelle Leben. Persönlichkeiten wie der Autodesigner Erwin Komenda oder die Skirennläuferin Barbara Sadleder verbinden Weyer mit überregionaler Bekanntheit. Die Enns und ihre Kraftwerke, aber auch die umliegenden Berge, machen den Ort zu einem Ort zwischen Industriekultur und Natur.