Wies liegt in der südlichen Weststeiermark am Fuße der Koralpe, wo die Weiße Sulm vorbeifließt. Der Ort befindet sich auf etwa 341 Metern Höhe, während das Gemeindegebiet bis auf 2000 Meter an der Koralm reicht. Die Marktgemeinde wird von mehreren Nachbargemeinden umgeben, darunter einige im selben Bezirk.
Die erste bekannte Siedlung in der Gegend trug 1318 den Namen Weczelsgerewt, was auf eine frühe Rodungstätigkeit hinweist. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich Wies zu einem Wallfahrtsort, doch eine tragische Brandkatastrophe in einer Herberge forderte 1950 zahlreiche Opfer. Später prägte der als „Koralmschreck“ bekannte Philipp Eberl die Region, ein Räuber und Gewalttäter, der bis zu seinem Tod 1924 sein Unwesen trieb.
Heute ist Wies vor allem durch seine landschaftliche Lage bekannt, umgeben von den Ausläufern der Koralpe. Die Gemeinde verbindet historische Ereignisse wie den Juliputsch 1934 mit ungewöhnlichen Naturphänomenen wie dem Polarlicht 1938, das damals für Aufsehen sorgte. Auch die Seltenriegel-Quelle, deren Wasser einst als Heilmittel beworben wurde, ist ein markantes Merkmal der Umgebung.