Witten liegt im Südosten des Ruhrgebiets, wo das untere Sauerland in das niederbergische Hügelland und das Emscherland übergeht. Eingebettet zwischen Dortmund, Bochum und Hagen durchbricht die Ruhr hier das waldreiche Ardey-Sandsteinplateau und bildet mit dem aufgestauten Kemnader See ein markantes Flusstal. Die Stadt erstreckt sich zu beiden Seiten des Flusses, umgeben von bewaldeten Hügeln, die zum Rheinischen Schiefergebirge zählen. Sandstein prägt die Höhenzüge, während kohleführende Schichten an manchen Stellen sichtbar sind und im Bergbauwanderweg Muttental erkundet werden können. Der höchste Punkt ist der Arenberg mit 269 Metern, der niedrigste liegt an der Wittener Straße nahe Blankenstein bei 71 Metern.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Witten im Jahr 1214, doch bereits im 9. Jahrhundert stand an der Stelle der heutigen Johanniskirche eine Kapelle. Der Kohlebergbau lässt sich ab der Mitte des 16. Jahrhunderts nachweisen, während die Ruhr 1776 schiffbar gemacht wurde. 1675 erhielt Witten das Marktrecht, was den Ausbau der Ruhrbrücke nach Bommern zur Pflicht machte. Über Jahrhunderte gehörte die Stadt zur Grafschaft Mark und später zu Preußen, bevor sie 1823 Stadtrechte erhielt. Im Zweiten Weltkrieg wurde Witten durch Luftangriffe schwer beschädigt, und gegen Kriegsende hatte hier zeitweise das Hauptquartier des deutschen Oberkommandierenden Walter Model seinen Sitz.
Die Johanniskirche im Herzen der Stadt gilt als eines der bekanntesten Bauwerke Wittens. Die Universität Witten/Herdecke macht die Stadt seit 1982 zu einem Hochschulstandort und verleiht ihr den Titel „Universitätsstadt an der Ruhr“. Im Stadtgebiet finden sich zudem vier Naturschutzgebiete, darunter eines um die Burgruine Hardenstein und ein weiteres entlang des Elbschebachs. Die Biologische Station Witten setzt sich für den Artenschutz ein. Die evangelische Tradition prägt das religiöse Leben, doch gibt es auch eine altlutherische Gemeinde und seit dem 19. Jahrhundert wieder eine katholische Kirche.