Herdecke liegt im Südosten des Ruhrgebiets, eingebettet zwischen den beiden Ruhrstauseen Hengsteysee und Harkortsee. Die Stadt erstreckt sich am Ufer der Ruhr und reicht bis in die bewaldeten Ardeyhöhen hinein, die zum niederbergisch-märkischen Hügelland zählen. Mit Höhenlagen zwischen 80 und 274 Metern über dem Meeresspiegel bietet sie ein abwechslungsreiches Landschaftsbild. Direkt benachbart sind die kreisfreien Städte Dortmund und Hagen sowie die Gemeinden Wetter und Witten.
Die Wurzeln Herdeckes reichen bis zu einem Frauenstift zurück, das angeblich 819 gegründet wurde, doch die erste gesicherte urkundliche Erwähnung stammt erst aus dem Jahr 1214. Im 14. Jahrhundert erhielt der Ort Marktrechte und entwickelte sich durch seine verkehrsgünstige Lage an wichtigen Handelsrouten zu einem regional bedeutenden Kornmarkt. Im 18. Jahrhundert wurde Herdecke zur Freiheit erhoben und erhielt schließlich 1739 die Stadtrechte. Wirtschaftlich prägten vor allem der Abbau von Ruhrsandstein und kleinere Industriezweige wie Tuch-, Papier- und Metallverarbeitung das Bild.
Heute ist Herdecke vor allem für seine historische Altstadt mit Fachwerkhäusern und den markanten Ruhr-Viadukt bekannt. Die Stadt wirbt mit dem Titel „die Stadt zwischen den Ruhrseen“ und lockt mit den Freizeitmöglichkeiten an den Stauseen. Ein besonderes Highlight ist das Sonnensteinfest, das jährlich auf dem gleichnamigen Plateau stattfindet. Das Stadtwappen zeigt eine Eiche auf einem Hügel, die seit langem als Symbol der Stadt gilt. Zudem pflegt Herdecke eine Partnerschaft mit Blankenburg im Harz, die auf der Herdecker Maiwoche gefeiert wird.