Wittlich liegt im Norden der Wittlicher Senke, eingebettet zwischen Südeifel und Mosel, wo die Lieser ein Seitental durchfließt. Die Stadt erstreckt sich von 137 Metern an der Lieser bis auf 454 Meter im Wittlicher Stadtwald, während die Innenstadt auf 160 Metern Höhe liegt. Flüsse wie die Lieser mit ihren Zuflüssen Rommelsbach, Sterenbach und Bieberbach prägen die Landschaft. Nachbarorte sind unter anderem Platten, Altrich und Bergweiler.
Die Wurzeln Wittlichs reichen bis in keltische Zeit zurück, doch der Name geht vermutlich auf eine römische Siedlung namens Vitelliacum zurück. Die erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1065, als „in marca villiacensi super fluvium Lesuarm“ die Gemarkung am Lieserfluss genannt wurde. Erst 1300 erhielt Wittlich Stadtrechte durch den Trierer Erzbischof. Das erzbischöfliche Schloss Ottenstein wurde 1428 vollendet und diente später als Nebenresidenz der Trierer Kurfürsten. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Stadt durch Industrialisierung mit Unternehmen wie einer Ziegelei und einer Schuhcremefabrik.
Wittlich ist geprägt durch das barocke Lustschloss Philippsfreude, das aus dem erzbischöflichen Schloss hervorging. Die Stadt ist bekannt für die Säubrennerkirmes, ein traditionelles Fest, das 1950 ins Leben gerufen wurde. Auch das erste deutsche Jugendgefängnis entstand hier. Die Umgebung mit Weinbergen an der Mosel und der Nähe zur Eifel macht Wittlich zu einem kulturellen und wirtschaftlichen Zentrum der Region.