Wölfersheim liegt in der fruchtbaren Wetterau, etwa 40 Kilometer nördlich von Frankfurt am Main. Die Gemeinde ist verkehrsgünstig an der Autobahn A 45 angebunden und hat Zugang zu Naherholungsgebieten wie der Wetterauer Seenplatte und dem Niddastausee. Im Norden grenzt sie an Münzenberg und Hungen, im Osten an Nidda und Echzell, im Süden an Reichelsheim und Friedberg sowie im Westen an Bad Nauheim und Rockenberg.
Die Gegend war bereits in der Steinzeit besiedelt, wie Funde aus der Rössener Kultur und noch ältere Siedlungen belegen. Später durchzogen Römerstraßen das Gebiet, darunter eine Verbindung von Friedberg zum Kastell Arnsburg. In der Gemarkung Hinterwald finden sich Reste eines römischen Gutshofs, im Volksmund „das steinerne Haus“ genannt. Auch ein Signalturm der Limes-Anlage ist dort erhalten. Im Mittelalter wurde Wölfersheim erstmals 1128 erwähnt und entwickelte sich unter fränkischer Herrschaft zu einem befestigten Ort mit Ringmauer und Wehrtürmen.
Heute besteht Wölfersheim aus den Ortsteilen Melbach, Södel, Wohnbach und Berstadt, die 1970 und 1971 zur Großgemeinde zusammengeschlossen wurden. Der historische Ortskern mit seinen ehemaligen Wehrtürmen – darunter der Weiße Turm, der Schwarze Turm und der Narrenturm – prägt das Bild. Die evangelisch-reformierte Kirche nutzt den nördlichen Wehrturm als Glockenturm. Die reiche Geschichte zeigt sich auch in archäologischen Funden wie fränkischen Gräbern oder römischen Villen, die im Wetterau-Museum in Friedberg ausgestellt sind.