Wolfsburg liegt im Osten Niedersachsens, wo sich das Aller-Urstromtal mit dem Mittellandkanal von Ost nach West durchzieht. Im Süden reicht das Stadtgebiet bis auf die Hochfläche des Ostbraunschweigischen Flachlands, im Norden bis zum Vorsfelder Werder, während im Westen das Feuchtgebiet Barnbruch und im Osten das Niedermoorgebiet Drömling angrenzen. Der höchste Punkt der Stadt befindet sich bei Almke auf 140 Metern, der niedrigste im Ilkerbruch auf 54 Metern. Die Kernstadt erreicht auf dem Klieversberg 110 Meter.
Die Stadt entstand 1938 als geplante Wohn- und Industriestadt für das Volkswagenwerk, das ursprünglich den KdF-Wagen produzieren sollte. Vorher war das Gebiet vor allem durch die mittelalterliche Wolfsburg geprägt, eine Wasserburg derer von Bartensleben, die 1302 erstmals erwähnt wurde. Nach dem Aussterben dieses Adelsgeschlechts ging der Besitz an die Grafen von der Schulenburg über, die hier ein Gut unterhielten. Teile des heutigen Stadtgebiets gehörten einst zu preußischen Exklaven oder braunschweigischen Territorien, bevor sie 1932 in den Landkreis Gifhorn eingegliedert wurden.
Wolfsburg ist bekannt als Standort des Volkswagenwerks, das lange als größte Fabrik der Welt galt. Die Stadt gliedert sich in 16 Ortschaften mit 41 Stadtteilen, wobei der Allerpark als Sonderbezirk eine besondere Rolle spielt. Mit dem Bau des Volkswagenwerks und der gezielten Ansiedlung von Arbeitskräften entwickelte sich Wolfsburg zu einer der wenigen deutschen Stadtgründungen des 20. Jahrhunderts. Heute bildet sie mit Braunschweig und Salzgitter eine Regiopolregion und gehört zu den wirtschaftsstärksten Städten Deutschlands.