Wutöschingen liegt im Landkreis Waldshut in Baden-Württemberg, eingebettet im mittleren Wutachtal am Fluss Wutach, die im Schwarzwald entspringt und nahe der Kreisstadt Waldshut-Tiengen in den Hochrhein mündet. Die Gemeinde besteht aus fünf Ortsteilen und grenzt im Norden an Eggingen, im Osten an Klettgau und im Westen an die Stadt Waldshut-Tiengen. Das Gebiet ist geprägt von bewaldeten Hängen und landwirtschaftlich genutzten Flächen, während zwei Gewerbebezirke vor allem der Aluminiumindustrie dienen.
Die Geschichte des Ortes reicht bis in die Ur- und Römerzeit zurück. Funde wie ein Menhir mit Steingrab in Degernau und eine keltische Höhenburg auf dem Semberg bei Schwerzen zeugen von früher Besiedlung. Später prägten die Alamannen und Franken die Region, deren Siedlungsnamen wie „-ingen“ oder „-heim“ noch heute erkennbar sind. Im 15. Jahrhundert gewann die Eidgenossenschaft an Einfluss, während Kriege wie der Dreißigjährige Krieg schwere Verwüstungen brachten. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Ort 1945 kampflos von französischen Truppen besetzt, und die Aluminiumwerke wurden teilweise demontiert.
Heute ist Wutöschingen bekannt für seine industrielle Prägung, insbesondere durch die Aluminiumbranche, die seit der Industrialisierung des Hochrheins eine zentrale Rolle spielt. Die reaktivierte Wutachtalbahn und die Bundesstraße 314 verbinden den Ort mit der Region. Die landschaftliche Umgebung mit der Wutachschlucht und die historischen Spuren aus verschiedenen Epochen machen den Ort zu einem Ort mit reicher Geschichte und wirtschaftlicher Bedeutung.