Hallau liegt im Kanton Schaffhausen nördlich des Rheins und gehört zur Region Klettgau. Die Gemeinde grenzt an Deutschland und umfasst neben dem Hauptort auch den Weiler Wunderklingen, der auf der anderen Seite des Hallauerberges liegt. Mit einer Höhe von etwa 420 Metern über dem Meeresspiegel bietet die Landschaft eine Mischung aus Rebbergen und Hügelland.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Hallau im Mittelalter, wobei der Name auf eine alte Bezeichnung für eine Salzquelle zurückgeht. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich der Ort zu einer bedeutenden Rebbaugemeinde, doch die Geschichte war auch von Krisen wie der Pest geprägt. Wichtige Bauwerke wie die Bergkirche St. Moritz zeugen von der langen Tradition, während die 16 Fahnen als historische Verteidigungsabteilungen bis heute in den Tischgenossenschaften weiterleben.
Heute ist Hallau vor allem für seinen Weinbau bekannt und gehört zu den renommierten Weinbauregionen der Schweiz. Die Bergkirche St. Moritz gilt als Wahrzeichen des Ortes und thront weithin sichtbar über dem Dorf. Regelmäßige Feste wie das Herbstfest mit Nachtumzug prägen das kulturelle Leben, während das Ortsmuseum und das Weinbaumuseum Einblicke in die Geschichte geben. Persönlichkeiten wie der Unternehmer Emil Rahm oder die Politikerin Martina Munz haben den Ort über die Region hinaus geprägt.