Zellingen liegt in Unterfranken am Main, eingebettet in eine typische Sattel-Mulden-Struktur, die als Zellinger Mulde bekannt ist. Der Ort ist Sitz einer Verwaltungsgemeinschaft und gliedert sich in drei Gemeindeteile. Durch das Gebiet verläuft der Fränkische Marienweg, der Wanderer durch die Region führt.
Der Name Zellingen geht auf den Personennamen Cello oder Zello zurück und deutet auf eine alamannische Siedlung hin. Im Mittelalter wurde der Ort vorübergehend mit Schweinfurter Stadtrecht ausgestattet, doch blieb dies ohne Folgen. Julius Echter von Mespelbrunn erließ eine Dorfordnung, und Fürstbischof Johann Gottfried von Aschhausen empfing hier 1619 den neuen Kaiser Ferdinand. Nach wechselnder Zugehörigkeit zu Würzburg und dem Großherzogtum Würzburg fiel Zellingen schließlich an Bayern.
Die katholische Pfarrkirche St. Georg, einst ein Schloss des Fürstbischofs von Greiffenclau, prägt das Ortsbild. Die Maria-Hilf-Kapelle und die Flurkapelle St. Therese auf dem Kirchberg ergänzen die sakrale Landschaft. Zellingen pflegt Partnerschaften mit Geyer in Sachsen, Louvigny in Frankreich und Tiefenbach in Niederbayern. Die Mainbrücken und die Eisenbahn-Schnellfahrstrecke verbinden den Ort mit der Umgebung.