Žiar liegt im Norden der Slowakei, eingebettet in den Talkessel Liptovská kotlina, der zur größeren Region Podtatranská kotlina gehört. Das Dorf erstreckt sich vom Tal Žiarska dolina bis zum Hauptkamm der Westtatra, wo die Smrečianka fließt. Das Ortszentrum befindet sich auf etwa 760 Metern Höhe und ist rund zehn Kilometer von Liptovský Mikuláš entfernt. Im Norden grenzt es an Zuberec, im Westen an Jalovec und im Süden an Veterná Poruba.
Die Gemeinde wurde um das Jahr 1300 auf einer gerodeten Waldfläche gegründet und erstmals 1349 als Zar urkundlich erwähnt. Lange Zeit gehörte der Ort verwaltungstechnisch zu Smrečany, bis er im 18. Jahrhundert eigenständig wurde. Im 19. Jahrhundert lebten die Bewohner vor allem von der Viehzucht und der Köhlerei. Während des Zweiten Weltkriegs wurde Žiar im Oktober 1944 von deutschen Truppen niedergebrannt, nachdem es zu Auseinandersetzungen mit Partisanen gekommen war.
Heute ist Žiar ein kleines Dorf mit einer überwiegend slowakischen Bevölkerung, in dem evangelische und katholische Gemeinden nebeneinander bestehen. Die umliegende Westtatra bietet Wander- und Naturschönheiten, die das Leben hier prägen.