Gärtringen liegt am Rande des Schönbuchs, zwischen Hecken- und Schlehengäu, eingebettet in eine von Wäldern und kleinen Bächen geprägte Landschaft. Südlich erstreckt sich eine Ebene, die vom Krebsbach durchflossen wird, der in die Würm mündet. Im Norden und Westen steigt das Gelände sanft an, während der Ort selbst nur wenige eigene Quellen besitzt und teilweise mit Bodenseewasser versorgt wird. Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Gärtringen und Rohrau, wobei letzterer eine eigene Ortschaft mit direkt gewähltem Rat bildet.
Erste Spuren einer Besiedlung reichen bis in die Hallstattzeit zurück, doch der Name Gärtringen stammt aus alemannischer Zeit und geht vermutlich auf einen Gartheri zurück. Urkundlich erwähnt wird der Ort erstmals im 12. Jahrhundert, bevor er unter württembergische Herrschaft gelangte. Prägend waren adelige Familien wie die Herren von Gärtringen, die bis ins 16. Jahrhundert nachweisbar sind, sowie spätere Besitzer wie die Freiherren Hiller von Gärtringen. Die Eisenbahnanbindung ab 1879 und der Autobahnanschluss in den 1970er Jahren beschleunigten die Entwicklung.
Besonders sehenswert ist das Schloss Gärtringen, ein ehemaliger Herrensitz der Freiherren Hiller, sowie die spätgotische Dorfkirche St. Veit. In Rohrau erinnert die historische Sandmühle an die frühere Steinbruchtätigkeit, während die Christuskirche den Ort prägt. Naturfreunde schätzen die geschützten Gebiete wie die Krebsbachaue oder den Schönbuchrand. Regelmäßige Veranstaltungen und die enge Verbindung zu Rohrau in Niederösterreich als Partnergemeinde runden das Bild ab.