Allensbach liegt am Bodensee zwischen Konstanz und Radolfzell, direkt am Gnadensee gegenüber der Insel Reichenau. Die Gemeinde erstreckt sich vom Gnadensee über den Bodanrück bis zum Überlinger See und reicht von etwa 397 bis 580 Meter Höhe. Sie umfasst mehrere Ortsteile wie Hegne, Kaltbrunn und Langenrain-Freudental, die früher eigenständige Dörfer waren.
Die Geschichte des Ortes reicht bis in vor- und frühgeschichtliche Zeiten zurück, wie Funde von Pfahlbauten und einer römischen Villa rustica zeigen. Erstmals erwähnt wird Allensbach 724 in der Gründungsurkunde des Klosters Reichenau, zu dessen Ausstattung es gehörte. Als Anlegestelle der Reichenaufähre und Marktflecken besaß es im Mittelalter Stadtrechte und eine Stadtmauer. Später wechselte es mehrfach die Besitzer, darunter das Hochstift Konstanz und das Großherzogtum Baden.
Allensbach ist überregional als Sitz des Instituts für Demoskopie bekannt. Das barocke Wahrzeichen des Ortes ist die katholische Nikolauskirche mit ihrem markanten Zwiebelturm. Im Ortsteil Hegne befindet sich das Kloster der Barmherzigen Schwestern, das ein Tagungs- und Gästehaus betreibt. Moderne Bauwerke wie die Freilichtbühne Kultur am See und das Strandbad prägen das Bild. Der Schriftsteller Fritz Mühlenweg lebte lange hier und ist mit einem Museum gewürdigt.