Sintra liegt etwa 25 Kilometer westlich von Lissabon in der Region Grande Lisboa, eingebettet in eine hügelige Landschaft mit dichter Vegetation. Der Ort gehört zu einem gleichnamigen Kreis und ist bekannt für seine historischen Paläste, die Besucher aus aller Welt anziehen. Seit 1995 zählt die Kulturlandschaft zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Frühe Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis in die Altsteinzeit zurück, darunter Funde in Penha Verde und eine jungsteinzeitliche Siedlung nahe dem Castelo dos Mouros. Aus römischer Zeit stammen ein Staudamm in Belas und eine alte Römerstraße. Unter maurischer Herrschaft wurde der Ort als befestigte Siedlung erwähnt, bevor er 1147 endgültig von den Christen zurückerobert wurde. König Dom Afonso Henriques verlieh Sintra 1154 Stadtrechte, und im 12. und 13. Jahrhundert entstanden hier Klöster. Später zog die Stadt Adlige und Künstler an, darunter Lord Byron, der Sintra als „glorreichen Eden“ beschrieb.
Heute prägen prunkvolle Paläste wie der Palácio Nacional de Sintra und der Palácio da Pena das Bild der Stadt. Der Parque de Pena und das Castelo dos Mouros sind weitere bedeutende Sehenswürdigkeiten. Sintra beherbergt auch das westlichste Kap Europas, Cabo da Roca, sowie Museen wie das Museu de Arte Moderna. Die Stadt pflegt internationale Partnerschaften und ist durch eine historische Eisenbahnlinie mit Lissabon verbunden.