Amboise liegt an der Loire, wo sich der Fluss in zwei Arme teilt und eine Insel namens Île Saint-Jean umschließt. Die Stadt erstreckt sich vor allem am Südufer und wird von mächtigen Deichen vor Hochwasser geschützt. Im Norden liegt der Bahnhof, während der alte Kern vom Plateau mit dem Schloss überragt wird. Nachbarorte sind unter anderem Lussault-sur-Loire und Saint-Martin-le-Beau.
Die erste Erwähnung der Stadt stammt aus dem Mittelalter, doch ihren Ruhm verdankt sie vor allem der Renaissance. Das Schloss Amboise beherbergte französische Könige, und Leonardo da Vinci verbrachte hier seine letzten Jahre im Clos Lucé. Ein dunkles Kapitel war die blutige „Amboise-Verschwörung“ 1560, die gegen die Macht der Guisen gerichtet war. Die Stadt ist zudem Teil des Weinbaugebiets Touraine-Amboise.
Amboise besticht durch seine historischen Bauwerke wie die Uhrturmkirche Saint-Denis, das königliche Anwesen Château-Gaillard und die Pagode von Chanteloup. Die Loire prägt das Stadtbild mit ihren Deichen und dem Hafen, während die Weinberge der Umgebung zur AOC gehören. Die Verbindung von Geschichte, Flusslandschaft und Kultur macht den Ort zu einem bedeutenden Touristenziel im Loiretal.