Andermatt liegt im Süden des Kantons Uri, in der Talschaft Ursern, und ist Hauptort des Urserentals. Der Ort erstreckt sich bis zum Oberalppass, der die Grenze zu Graubünden markiert, und wird von der Reuss durchflossen. Die Gemeinde grenzt im Westen an Hospental, im Norden an Göschenen und Gurtnellen, im Osten an die Bündner Gemeinde Tujetsch und im Süden an die Tessiner Gemeinde Airolo. Mit seiner Höhenlage ist der Ort geprägt von alpinen Landschaften, während nur ein kleiner Teil als Siedlungsfläche genutzt wird.
Die erste urkundliche Erwähnung Andermatts stammt aus dem Jahr 1203, doch Funde wie eine steinerne Pfeilspitze aus der Jungsteinzeit und römische Münzen deuten auf eine weit ältere Besiedlung hin. Die Walser, alemannische Siedler, gründeten hier im Mittelalter Kolonien. Das Benediktinerkloster Disentis besaß lange Zeit Grundrechte im Tal, die erst im 17. Jahrhundert abgelöst wurden. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich Andermatt durch den Ausbau der Passstraßen zu einem Handels- und Kurort, doch der Bau des Gotthard-Eisenbahntunnels 1882 traf die Wirtschaft hart. Seit 1885 dient der Ort als Waffenplatz, und trotz Lawinengefahr prägte er die Region.
Andermatt ist bekannt für seine historischen Bauwerke wie die Pfarrkirche St. Peter und Paul, das Talmuseum Ursern und die Teufelsbrücke im Schöllenental. Das Suworow-Denkmal erinnert an den russischen Feldzug von 1799, während die Wallfahrtskirche Maria Hilf eine spirituelle Bedeutung hat. Als Wintersportgebiet und Kurort zieht der Ort Touristen an, besonders mit dem Skigebiet am Gemsstock. Ein großes Tourismusprojekt soll die Entwicklung weiter vorantreiben. Persönlichkeiten wie die Skirennfahrer Bernhard Russi und Aline Danioth stammen aus Andermatt.