Angath liegt im Tiroler Unterinntal nahe Wörgl, am nördlichen Ufer des Inns. Das Gemeindegebiet erstreckt sich von der flachen Inn-Ebene im Osten bis zu den bewaldeten Hängen des Angerbergs im Westen. Fast die Hälfte der Fläche wird landwirtschaftlich genutzt, während ein Fünftel aus Wald besteht und über zehn Prozent aus Gewässern.
Erstmals erwähnt wird der Ort im Jahr als „Anegathę“ im Traditionsbuch des Klosters Raitenhaslach. Der Name verweist auf den früheren Anstieg des Inns vor dessen Regulierung. Im Mittelalter gehörte Angath zur Schranne Langkampfen und war Teil der Pfarre Breitenbach. Die Filialkirche zum hl. Martin entstand vermutlich bereits im 8. Jahrhundert und wurde später dem Kloster Frauenchiemsee unterstellt. Nach einem Brand im 19. Jahrhundert entstand die heutige Barockkirche, die auf einen Umbau durch den Schwazer Baumeister Jakob Singer zurückgeht. Im 15. und 16. Jahrhundert prägte die Innschifffahrt und der Schiffbau das Leben, bis Holzmangel und später die Eisenbahn diese Wirtschaftszweige verdrängten.
Heute ist Angath ein ländlich geprägter Wohnort mit einigen Sehenswürdigkeiten wie der Pfarrkirche und der Fürthkapelle. Die Gemeinde lebt vor allem von der Landwirtschaft und dem Dienstleistungssektor, darunter Beherbergung und Gastronomie. Durch die Nähe zu Wörgl und Kufstein pendeln viele Bewohner aus. Die Inntal Autobahn durchquert das Gebiet und verbindet Angath mit dem überregionalen Verkehrsnetz.