Langkampfen liegt im Tiroler Unterinntal an der nördlichen Innseite, zwischen Kirchbichl und Kufstein. Der Inn bildet hier die südöstliche Grenze und fließt auf etwa 500 Metern Seehöhe. Nach Nordwesten steigt das Gelände zu den Brandenberger Alpen an, wo die höchsten Punkte wie der Köglhörndl über 1.600 Meter erreichen. Die Gemeinde erstreckt sich über 26,51 Quadratkilometer, wobei Wälder mehr als die Hälfte und landwirtschaftliche Flächen etwa ein Viertel ausmachen.
Die ersten Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis in die Römerzeit zurück. Eine zentrale Rolle spielte der Ort während der bajuwarischen Landnahme, wovon Gräber bei der Kirche von Unterlangkampfen zeugen. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem späten 8. Jahrhundert, als der Ort in einer Klostertradition als „Lantchampha“ auftaucht. Im Mittelalter entwickelte sich Langkampfen zu einem wichtigen Gerichtsort, bevor die Schifffahrt auf dem Inn im 15. Jahrhundert durch eine herzogliche Fähre neuen Aufschwung erhielt. Schiffbauer und Schopper prägten fortan das Bild, bis die Brücke nach Kirchbichl die Fährverbindung ablöste.
Heute ist Langkampfen durch historische Bauwerke wie das mittelalterliche Schloss Schönwörth oder die Pfarrkirche hl. Ursula in Unterlangkampfen geprägt. Das Innkraftwerk und der Flugplatz Kufstein-Langkampfen zeigen die wirtschaftliche Bedeutung, während der Stimmersee als beliebtes Naherholungsziel gilt. Das Gemeindewappen mit dem goldenen Innschiff erinnert an die einst blühende Schifffahrtstradition. Persönlichkeiten wie der Theologe Peter Adamer stammen aus dem Ort, der auch Teil des Tourismusverbands Kufsteinerland ist.