Bad Häring liegt in Tirol auf einem Hochplateau über dem Inntal, am Fuße des Pölven, zwischen Wörgl und Kufstein. Der Ort war einst ein Knappendorf und besteht heute aus einem Ortskern mit mehreren Weilern.
Erstmals erwähnt wurde der Ort 1298 in einer Urkunde als Gut ze Herringe, benannt nach einem althochdeutschen Personennamen. Ursprünglich gehörte die Siedlung zum Gericht Schwoich, bis sie 1593 an das Gericht Kufstein fiel. Wirtschaftlich prägten lange Zeit der Bergbau – zunächst auf Braunkohle, später auf Mergel und Kalkstein – sowie die Gewinnung fossiler Pflanzenfunde. 1951 entdeckte man eine schwefelhaltige Heilquelle, die den Gesundheitstourismus förderte und 1965 zur Verleihung des Prädikats „Bad“ führte.
Die Gemeinde ist heute als Kurort bekannt, der sich auf die Behandlung von Bewegungsapparat- und Rheumabeschwerden spezialisiert hat. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen die spätgotische Pfarrkirche St. Johann Baptist, die barockisierte Antoniuskapelle und die moderne Hildegardkapelle. Wirtschaftlich spielt der Tourismus eine zentrale Rolle, unterstützt durch ein Rehabilitationszentrum der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt. Das Gemeindewappen mit gekreuzten Hämmern und einer Kanne symbolisiert die Bergbautradition und die Heilquelle.