Aurich liegt in Ostfriesland, einer Halbinsel im Nordwesten Niedersachsens, und ist von Geest- und Moorgebieten geprägt. Die Kernstadt erhebt sich etwa drei bis neun Meter über dem Meeresspiegel auf sandigen Erhebungen der Grundmoräne. Weite Teile des Stadtgebiets werden landwirtschaftlich genutzt, doch fast ein Zehntel ist bewaldet, darunter viele Wallhecken, die das Landschaftsbild prägen. Das Klima ist von der Nordsee beeinflusst: kühlere Sommer, mildere Winter und häufige Nebelbildung in den Moorgebieten.
Erstmals erwähnt wurde Aurich im Mittelalter, doch seine Bedeutung wuchs als Residenz der ostfriesischen Fürsten. Später diente es als Verwaltungszentrum unter preußischer und hannoverscher Herrschaft, bevor es nach dem Zweiten Weltkrieg Sitz eines Regierungsbezirks wurde. Heute beherbergt die Stadt zahlreiche Behörden, darunter Bundes- und Landesbehörden sowie die Ostfriesische Landschaft. Wirtschaftlich wandelte sich Aurich von einer Beamtenstadt zu einem Standort der Industrie, besonders durch den Windenergieanlagenhersteller Enercon.
Besonders sehenswert ist die historische Altstadt mit ihrer fürstlichen Vergangenheit. Aurich ist zudem bekannt für seine zweisprachigen Ortsschilder in Hochdeutsch und Plattdeutsch. Die umliegenden Schutzgebiete wie das Kollrunger Moor oder das Ewiges Meer bieten einzigartige Naturerlebnisse. Die Stadt verbindet damit kulturelles Erbe, moderne Wirtschaft und eine von Mooren und Wäldern geprägte Umgebung.