Hesel liegt mitten in Ostfriesland, wo sich ein Geestrücken mit einer Ausläuferzone Richtung Leer verbindet. Das Gemeindegebiet gehört zu den höchsten Lagen der Region, mit dem Heseler Wald als markantem Punkt, der sich bis auf siebzehn Meter über dem Meeresspiegel erhebt. Die sandigen Böden prägen die Landschaft, während früher ausgedehnte Moorgebiete durch Torfabbau stark abgesenkt wurden. Nach Norden fließt das Wasser in die Bagbander Ehe, nach Süden in die Holtlander Ehe.
Schon vor über zehntausend Jahren hinterließen Menschen ihre Spuren in Hesel, darunter eine prähistorische Feuerstelle und später eine Kultstätte aus der Bronzezeit. Um das Jahr 900 taucht der Ort erstmals in den Aufzeichnungen des Klosters Werden auf. Im Mittelalter prägten zwei Klosteranlagen das Bild: das Prämonstratenserinnenkloster Barthe und die Kommende Hasselt, die jeweils Vorwerke in der Umgebung besaßen. Hesel gehörte zur friesischen Landesgemeinde Moormerland, doch ohne eine starke Häuptlingsherrschaft, da die Böden wenig Reichtum versprachen.
Die evangelisch-lutherische Liudgerikirche aus dem Jahr 1742 ist ein markantes Bauwerk des Ortes. Als Verwaltungssitz der gleichnamigen Samtgemeinde beherbergt Hesel zudem eine Oberschule und eine Kreissportschule. Wirtschaftlich ist vor allem der Discounter Aldi-Nord mit einem großen Zentrallager vertreten. Vereine wie der Schützenverein oder der Schwimmverein prägen das Gemeinschaftsleben, während historische Funde wie der Münzschatz von Barthe aus dem achten Jahrhundert auf die lange Geschichte hinweisen.