Bad Abbach liegt im niederbayerischen Landkreis Kelheim, eingebettet im Donautal zwischen Kelheim und Regensburg. Der Ort erstreckt sich entlang des Flusses, wobei Ortsteile wie Oberndorf und Poikam durch Schleusen, Brücken und ein Kraftwerk geprägt sind. Im Nordwesten des Marktes erhebt sich der Schloßberg mit der Burgruine Abbach, während im Süden der Kurpark und das Thermalbad Kaiser-Therme auf einem weiteren Hügel liegen. Die Landschaft ist von Jura-Felsen und steilen Ufern an der Donau geprägt, besonders im Hanselberg-Gebiet nahe der Grenze zur Oberpfalz.
Die Geschichte des Ortes reicht bis in die Römerzeit zurück, als hier eine Militärziegelei bestand. Im Frühmittelalter wurde Bad Abbach erstmals urkundlich erwähnt, als ein deutsches Heer 911 von den Ungarn besiegt wurde. Später gehörte der Ort zum Bistum Bamberg und entwickelte sich durch Zollrechte und Marktrechte zu einem wirtschaftlichen Zentrum. Die Schwefelquellen und Moorgebiete wurden bereits im 15. Jahrhundert für Heilzwecke genutzt, und im 18. Jahrhundert besuchten hochrangige Persönlichkeiten wie Kurfürstin Maria Anna und Kaiser Karl V. den Kurort.
Heute ist Bad Abbach vor allem als Kur- und Heilort bekannt. Die historische Burgruine und die Pfarrkirche St. Nikolaus auf dem Schloßberg prägen das Ortsbild. Die Kaiser-Therme und der umgestaltete Kurpark bieten moderne Erholungsmöglichkeiten. Eine Besonderheit ist die Fußgängerbrücke zur Freizeitinsel, die das Thermalbad mit Sportstätten verbindet. Der Ort pflegt eine Städtepartnerschaft mit Charbonnières-les-Bains in Frankreich.