Barby liegt am linken Elbufer im Salzlandkreis Sachsen-Anhalt, eingebettet in eine von Flusslandschaften geprägte Umgebung. Die Altstadt breitet sich in der Elbaue aus, umgeben von jungen Auesedimenten, die regelmäßig von Hochwasser betroffen sind. Westlich erhebt sich eine eiszeitliche Niederterrasse, während nordwestlich und südöstlich ehemalige Kiesgruben heute als Seen das Stadtbild mitbestimmen. Die Stadt markiert die westliche Grenze des Biosphärenreservats Mittelelbe und liegt nahe der Mündung der Taube in die Saale, die kurz darauf in die Elbe fließt.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Barby im Jahr 961 als „barbogi“, was sich als „Ort an einer waldlosen Flusskrümmung“ deuten lässt. Ursprünglich als Burgward zum Schutz vor slawischen Siedlern gegründet, entwickelte sich die Anlage zu einer planmäßig angelegten mittelalterlichen Stadt mit rechtwinkligem Straßennetz. Im 15. Jahrhundert wurde sie mit einer Stadtmauer und fünf Toren befestigt. Die Grafen von Barby erhoben das Gebiet 1497 zur Reichsgrafschaft und führten 1540 die Reformation ein. Nach dem Aussterben der Grafenlinie fiel Barby an Sachsen-Weißenfels, das hier ein prächtiges Barockschloss errichten ließ. Im 18. Jahrhundert wurde Barby zum Zentrum der Herrnhuter Brüdergemeine, die hier ein theologisches Seminar und eine höhere Schule betrieb.
Heute prägen historische Bauwerke wie Reste der Stadtmauer und das Schloss das Stadtbild. Die beiden evangelischen Kirchen St.-Marien und St.-Johannis sind prägend für das religiöse Leben. Barby ist zudem bekannt für seine Verbindung zur Herrnhuter Brüdergemeine, die hier einst eine bedeutende Wirkungsstätte hatte. Die Nähe zur Elbe und die Seen in der Umgebung bieten Möglichkeiten für Erholung und Naturerlebnisse. Die Stadt verbindet damit historische Tiefe mit einer landschaftlich reizvollen Lage.