Bembridge liegt ganz im Osten der Isle of Wight, wo die Landschaft in eine schmale Landzunge ausläuft. Früher trennte ein breiter Gezeitenfluss namens Eastern Yar das Gebiet fast vollständig vom Rest der Insel, bis durch Landgewinnung eine Verbindung entstand. Der Ort ist bekannt für seine wohlhabenden Bewohner und gilt bei manchen als größtes Dorf Englands.
Seine Wurzeln reichen bis ins Mittelalter zurück, als hier vermutlich ein Gut namens Orham stand. Der Name Bembridge verweist auf eine Brücke, die um 1300 über den Yar führte und den Zugang zur Halbinsel ermöglichte. Lange Zeit bestand der Ort nur aus wenigen Holzhütten und Bauernhäusern, bis im frühen 19. Jahrhundert eine Kirche entstand und sich daraus ein echtes Dorf entwickelte.
Heute prägen historische Gebäude wie die einzige erhaltene Windmühle der Insel das Bild. Die Gemeinde beherbergt eine lebendige Infrastruktur mit Schulen, Kirchen verschiedener Konfessionen und einem Feuerwehrhaus. Besonders bekannt ist die Rettungsstation der Royal National Lifeboat Institution, die auf gefährliche Felsen vor der Küste reagiert. Ein kleines Museum und eine Bibliothek ergänzen das Angebot, während die Küste mit ihrem Leuchtturm und dem Küstenhotel Besucher anzieht.