Lampertheim liegt am rechten Ufer des Rheins in der flachen Oberrheinischen Tiefebene, wo sich ein ehemaliger Rheinarm als Naturschutzgebiet erhalten hat. Die Stadt wird von mehreren Nachbargemeinden umgeben: im Norden und Osten von Biblis und Bürstadt, im Süden von Lorsch und Viernheim, während im Westen die Stadt Worms und im Süden Mannheim mit seinen Ortsteilen angrenzen. Neben der Kernstadt zählen Hofheim, Hüttenfeld, Neuschloß und Rosengarten als offizielle Stadtteile zu Lampertheim.
Die ersten Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis in die Jungsteinzeit zurück, doch die eigentliche Gründung als Ort mit dem Namen Lampertheim fällt in die Zeit der fränkischen Landnahme. Damals entstand der Name aus dem Personennamen „Lantberth“, was auf einen fränkischen Siedler hindeutet. Urkundlich erwähnt wurde der Ort erstmals im Jahr 991, doch seine Geschichte war lange von wechselnden Herrschaften geprägt. Zunächst gehörte Lampertheim zum Bistum Worms, später kam es unter kurpfälzischen Einfluss, was zu einer doppelten Gerichtsbarkeit führte. Nach Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg und im Bayerischen Erbfolgekrieg erholte sich der Ort nur langsam. Erst 1716 erhielt Lampertheim das Marktrecht, und 1951 wurde es zur Stadt erhoben.
Heute prägen die Stadtteile mit ihren Gemarkungen das Bild Lampertheims, das sich zwischen Industrie und Naturlandschaft bewegt. Die Nähe zum Altrhein und die fruchtbaren Böden der Region bestimmen die Lebensweise, während die historische Vergangenheit in Bauwerken und Denkmälern nachwirkt. Die Stadt ist durch die Riedbahn an das Eisenbahnnetz angebunden, doch auch die Schattenseiten der Geschichte, wie der Brandanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft 1992, erinnern an die Herausforderungen der Gegenwart.