Bochov liegt im böhmischen Tepler Hochland, eingebettet zwischen dem Duppauer Gebirge und dem Kaiserwald. Die Stadt entstand als wichtiger Punkt auf der alten Handelsroute von Prag nach Elbogen, wo sich einst die Herrschaft Hungerberg mit ihrer Burg befand.
Die Gründung geht vermutlich auf die Brüder Boresch und Slauko von Riesenburg in den 1340er Jahren zurück, doch schon 1352 ist eine Pfarrei belegt. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte die Stadt mehrmals die Besitzer, darunter Ulrich von Hasenburg und Heinrich von Plauen. Kriege und Brände prägten ihre Geschichte, etwa die Zerstörung durch Georg von Podiebrad 1469 und den Wiederaufbau unter König Wladislaw II. Später wurde die Burg Hungerberg aufgegeben und durch die Burg Hartenštejn ersetzt.
Heute besticht Bochov durch sein spätbarockes Rathaus, barocke Brunnen und historische Kirchen wie die des Heiligen Erzengels Michael. Die Umgebung bewahrt die Ruinen der Burgen Hartenštejn und Hungerberg. Persönlichkeiten wie der Maler Oswald Voh oder die ehemalige bayerische First Lady Karin Stoiber stammen von hier.