Burghaslach liegt im Steigerwald, einem Mittelgebirge in Mittelfranken, und wird vom Fluss Haslach durchflossen. Der Ort befindet sich an der Schnittstelle der drei fränkischen Regierungsbezirke Mittelfranken, Oberfranken und Unterfranken. Zu Burghaslach gehören mehrere Gemeindeteile wie Buchbach und Buchmühle, die auf einer Gemarkung von etwa acht Quadratkilometern liegen. Das Gebiet ist geprägt von Wäldern und Feuchtgebieten, darunter das einzige Moorgebiet des südlichen Steigerwaldes bei Freihaslach.
Erstmals erwähnt wurde der Ort im 12. Jahrhundert als „Haselaha“, was auf eine Gründung in der Zeit Karls des Großen hindeutet. Der Name leitet sich vom Fluss Haslach ab und wurde später durch den Zusatz „Burg-“ vom Gemeindeteil Freihaslach unterschieden. Burghaslach war Sitz eines Zentgerichts, das über siebzig Siedlungen im Umkreis entschied. Im 19. Jahrhundert kam der Ort zum Königreich Bayern und wurde Teil des Landkreises Scheinfeld, bevor er 1972 in den Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim wechselte.
Das Fürstlich Castellsche Schloss prägt das Ortsbild und geht auf eine Burg aus dem 14. Jahrhundert zurück. Weitere Sehenswürdigkeiten sind das Wasserschloss Breitenlohe und das Schloss Fürstenforst. Die evangelische St.-Ägidius-Kirche stammt aus dem frühen 18. Jahrhundert. Burghaslach ist bekannt für seine zahlreichen Kirchweihen, die von Juli bis November stattfinden. Die jüdische Geschichte des Ortes zeigt sich in einer ehemaligen Synagoge und einem Friedhof, die heute an die einst blühende Gemeinde erinnern.