Geiselwind liegt im unterfränkischen Steigerwald, wo die Ebrach in die Reiche Ebrach mündet. Östlich von Würzburg trifft hier der neue Dreifrankenstein aufeinander, der die Grenzen der fränkischen Regierungsbezirke markiert. Der Ort ist von intensiv genutzten Wäldern und Feldern umgeben, doch einige geschützte Biotope wie Sandmagerrasen oder Feuchtwäldchen bei Röhrensee bleiben erhalten.
Der Name deutet auf eine Gründung im 8. Jahrhundert hin, als Wenden im fränkischen Raum angesiedelt wurden. Urkundlich taucht Geiselwind erst 1316 auf, als ein Lehnsmann Güter dem Kloster Ebrach überließ. 1422 erhielt der Ort das Marktrecht und ein eigenes Gericht, später wurde er durch die Fürsten von Schwarzenberg reformiert. Nach der Zugehörigkeit zu Mittelfranken kam er 1806 zu Bayern und wuchs durch Eingemeindungen im 20. Jahrhundert.
Bekannt ist Geiselwind heute vor allem für den Erlebnispark Freizeit-Land und Europas größten Autohof. Am Marktplatz erinnert eine Sandsteinfigur an den Murrmann, eine Sage aus dem Dreißigjährigen Krieg. Historische Bauwerke wie das Rathaus mit Fachwerk oder die barocke Pfarrkirche St. Burkard prägen das Ortsbild. Mehrere Naturdenkmäler wie die Kaisereiche bei Füttersee und die Dorflinde von Neugrub unterstreichen die Verbindung zur umgebenden Landschaft.