Bürserberg ist eine Berggemeinde in Vorarlberg, hoch über dem Brandnertal gelegen. Auf etwa 870 Metern Höhe breitet sich das Dorf in terrassierten Hanglagen aus, nur wenige Kilometer von Bludenz entfernt. Die Landschaft ist geprägt von Wäldern, die mehr als die Hälfte des Gemeindegebiets einnehmen, während Wiesen und Alpenweiden den Rest teilen. Ein markantes Naturphänomen ist das Schesatobel, einer der größten Murbrüche Europas.
Die ersten Siedler kamen vermutlich im 14. Jahrhundert als Walserfamilien ins Tal, denen später weitere folgten. Eine prägende Epoche begann 1730 mit der Einweihung der Pfarrkirche zum heiligen Josef. Nach einer bayerischen Zwischenzeit kehrte Bürserberg 1814 zu Österreich zurück und wurde 1861 Teil des neu gegründeten Vorarlberg. Während der Besatzungszeit nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte der Ort zur französischen Zone.
Heute ist Bürserberg vor allem für seine touristischen Angebote bekannt. Der Ortsteil Tschengla lockt mit Skiliften, die seit den 1960er-Jahren Wintersport ermöglichen. Im Sommer zieht das Gebiet Wanderer an, während die Steinkreise im Ortsteil Tschengla als mystische Orte vermarktet werden. Die Gemeinde pflegt eine Partnerschaft mit Durbach in Deutschland und trägt ein Wappen mit einem silbernen Steinbockkopf über einem Dreiberg.