Černíkov liegt in einer hügeligen Landschaft im Westen Tschechiens, eingebettet zwischen mehreren Bächen und Flüssen. Das Dorf breitet sich am rechten Ufer des Černíkovský potok aus, während sich im Westen und Süden das Tal des Rudoltický potok erstreckt. Rund um den Ort erheben sich bewaldete Hügel wie der Malý Kouřim oder der Koráb, die das Landschaftsbild prägen. Nachbarorte wie Kdyně oder Úboč sind nur wenige Kilometer entfernt.
Die Geschichte des Ortes reicht bis ins 14. Jahrhundert zurück, als er erstmals in einem Steuerregister erwähnt wurde. Seinen Namen verdankt Černíkov vermutlich einem Mundschenk der Königin Johanna von Bayern. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte das Dorf mehrfach die Besitzer, darunter Adelsfamilien wie die Výrek von Riesenberg oder die Czernin von Chudenitz. Besonders prägend war ein Konflikt im 15. Jahrhundert, der mit Plünderungen und Zerstörungen einherging. Später wurde hier Eisenerz abgebaut, und Goldseifen am Rudoltický potok zeugen von der einstigen Bedeutung des Bergbaus.
Heute ist Černíkov vor allem für seine historischen Spuren bekannt. Die Ruinen der Burg Pušperk auf dem Hügel Na Pušperské skále und die Überreste der Burg Ruchomperk auf dem Velký Kouřim zeugen von der mittelalterlichen Vergangenheit. In Slavíkovice steht eine Kirche, die 1827 geweiht wurde. Die umliegende Hügellandschaft lädt zu Wanderungen ein, und in Úžlebec gibt es ein Freibad für Erholungssuchende.