Poleň liegt eingebettet in einem von der Poleňka durchflossenen Becken, umgeben vom Chudenitzer Bergland. Im Osten und Süden erhebt sich der Höhenzug Bítovy mit seinen markanten Gipfeln wie der Doubrava und dem Velký Bítov. Zu den Nachbarorten zählen unter anderem Chudenice im Norden und Drslavice im Osten, während sich im Westen Černíkov anschließt.
Erstmals erwähnt wurde Poleň im Jahr 1245 in einer Urkunde der Königin Kunigunde, als ein Zeuge namens Blažej von Polyně dort als Sohn des Budivoj von Švihov auftrat. Die Geschichte des Ortes war eng mit der Burg Pušperk verbunden, die im 13. Jahrhundert als Schutz für einen wichtigen Handelsweg errichtet wurde. Nach wechselnden Besitzern und Zerstörungen verlor die Burg an Bedeutung, während sich der Ort selbst durch Landwirtschaft und später durch Pferdemärkte einen Namen machte.
Besonders sehenswert ist die Allerheiligenkirche aus dem 14. Jahrhundert, die im 18. Jahrhundert barock umgestaltet wurde und Werke wie die Madonna von Poleň von Lucas Cranach dem Älteren beherbergt. Daneben finden sich die Ruinen der Margarethenkirche und der Burg Pušperk. Persönlichkeiten wie der Schriftsteller Josef Franta Šumavský oder der Heimatforscher Karel Hostaš stammen aus Poleň. Eine markante Sommerlinde neben der Kirche rundet das Bild ab.