Chatou liegt im Département Yvelines, nur wenige Kilometer westlich von Paris, wo die Seine das Land durchfließt. Zwischen den Städten Rueil und Le Vésinet gelegen, verbindet eine Brücke den Ort mit dem Département Hauts-de-Seine. Die Stadt erhebt sich etwa 37 Meter über dem Meeresspiegel und bietet mit ihren Ufern und der nahen Hauptstadt eine Mischung aus ländlicher Ruhe und städtischem Leben.
Die Geschichte Chatous reicht bis in die Zeit der Gallier und Römer zurück, doch erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort im 7. Jahrhundert. Im Mittelalter wechselte der Besitz mehrfach, von Klöstern über Adelsfamilien bis zu hohen Finanzbeamten unter Ludwig XV. Eine Fähre verband einst Chatou mit Rueil, bis sie 1626 durch eine Brücke ersetzt wurde. Der wirtschaftliche Aufschwung kam im 19. Jahrhundert mit dem Bau der Eisenbahn, die Paris mit Le Pecq verband und Chatou zu einem bevorzugten Wohnort wohlhabender Industrieller machte.
Die Seineufer und die Insel Île des Impressionistes wurden im 19. Jahrhundert zum Treffpunkt impressionistischer Maler wie Monet und Renoir. Heute prägen historische Bauwerke wie die romanische Kirche Notre-Dame oder das Rathaus mit seinem neogotischen Glockenturm das Stadtbild. Persönlichkeiten wie der Maler André Derain oder der Politiker Georges Mandel haben hier gewirkt oder sind geboren. Auch das Museumshaus Maison Fournaise erinnert an die künstlerische Vergangenheit des Ortes.