Jílové liegt eingebettet im Tal des Eulabaches, am Fuß des Hohen Schneeberges im Elbsandsteingebirge. Die Stadt befindet sich auf etwa 276 Metern Höhe und ist an die Bahnstrecke zwischen Děčín und Chomutov angebunden. Mit seinen Ortsteilen wie Kamenná oder Sněžník erstreckt es sich über ein weitläufiges Gebiet.
Erstmals erwähnt wurde der Ort im Jahr 1348, doch bereits lange zuvor gab es hier Siedlungen entlang eines alten Handelswegs. Eine Wasserburg, später zum Schloss umgebaut, prägte die Geschichte und wechselte mehrfach die Besitzer, darunter die Familien von Lípa und von Thun-Hohenstein. Nach Zerstörungen im 19. Jahrhundert entwickelte sich Jílové zu einem Industrieort mit Textilfabriken und anderen Betrieben, bis die deutschsprachige Bevölkerung nach 1945 vertrieben wurde.
Heute ist Jílové vor allem für sein Schloss bekannt, das auf eine mittelalterliche Wasserburg zurückgeht und später im Stil der Renaissance und des Barock umgebaut wurde. Die Stadt dient als Ausgangspunkt für Wanderungen zum Hohen Schneeberg, dem höchsten Berg des Elbsandsteingebirges. Persönlichkeiten wie der Pianist Carl Steiner oder der Politiker Ernst Paul stammen aus der Region.