Datteln liegt im Zentrum von Nordrhein-Westfalen, eingebettet im nördlichen Ruhrgebiet. Die Stadt wird vom Wesel-Datteln-Kanal und der Lippe geprägt, während im Nordwesten der Naturpark Hohe Mark-Westmünsterland mit der Haard beginnt. Nachbarorte sind im Norden Olfen, im Osten Waltrop und im Süden Castrop-Rauxel und Recklinghausen. Früher selbstständige Dörfer wie Horneburg und Ahsen gehören heute zu Datteln.
Erstmals erwähnt wurde Datteln 1147 in einer Urkunde von Papst Eugen III., die der Abtei St. Heribert in Deutz Besitzrechte an der Dattelner Kirche bestätigte. Im Mittelalter entwickelte sich der Ort zu einem der größten Kirchspiele des Vests Recklinghausen, dessen Zentrum die Kirchengemeinde St. Amandus bildete. Später stand Datteln unter kurkölnischer Herrschaft, bis es 1802 an den Herzog von Arenberg fiel und schließlich 1811 Teil des Großherzogtums Berg wurde.
Heute ist Datteln vor allem durch das Kanalkreuz bekannt, das als größter Knotenpunkt künstlicher Wasserstraßen weltweit gilt. Die Stadt verbindet ländliche Strukturen mit industriellen Einflüssen, etwa durch die Zechenkolonien Beisenkamp und Dümmer. Historisch bedeutsam ist die Kirche St. Amandus, aus der Persönlichkeiten wie der spätere Bischof Reinhard Lettmann hervorgingen.