Olfen liegt im südlichen Münsterland, eingebettet zwischen ausgedehnten Waldgebieten und Flussauen. Die Stever fließt direkt am Ort vorbei, während der Dortmund-Ems-Kanal und die Lippe in der Nähe verlaufen. Nachbarorte sind Lüdinghausen, Selm, Datteln und Haltern am See. Die Landschaft ist geprägt von der Kökelsumer Heide im Westen und dem Sandforter Forst im Osten, dazu kommen Naturschutzgebiete wie die Lippeaue und die Steveraue.
Die Geschichte Olfens reicht bis in die Bronze- und Eisenzeit zurück, wie Funde belegen. Ein römisches Militärlager aus der Zeit um 10 v. Chr. zeigt die frühe Bedeutung des Ortes als logistischer Stützpunkt. Der Name geht auf Bischof Wolfhelm von Münster zurück, der im 9. Jahrhundert Besitz an das Kloster Werden übertrug. Olfen entwickelte sich zu einer kleinen Handelsstadt, litt aber unter Kriegen, Seuchen und Bränden, darunter der große Brand von 1857, der große Teile der Stadt zerstörte.
Heute ist Olfen vor allem für sein Naturbad und den Grimpinger Hof bekannt. Das Naturbad mit seiner großen Wasserfläche und Erholungszonen zieht Besucher an. Im Umland laden die Steverauen und Wälder zu Spaziergängen ein. Das historische Erbe zeigt sich in Bauwerken wie dem Schloss Sandfort und den Überresten älterer Höfe. Die Verbindung zu Frankreich durch Pfarrer Heinrich Niewind, der 1944 ein Dorf vor der Zerstörung bewahrte, prägt bis heute die Beziehungen der Stadt.