Dollnstein liegt im Westen Oberbayerns, eingebettet im Naturpark Altmühltal, wo sich das Urdonautal zum Altmühltal öffnet. Der Marktort ist von Felsformationen und Wacholderheiden umgeben, die das Landschaftsbild prägen. Durch das Gebiet führte einst eine wichtige Römerstraße, die von Weißenburg über Treuchtlingen nach Dollnstein führte und dort die Altmühl überquerte.
Die Geschichte des Ortes reicht bis in vorrömische Zeiten zurück, wie Funde hallstattzeitlicher Eisenverhüttung belegen. Eine römische Villa Rustica und eine Altmühlfurt zeugen von der Bedeutung der Gegend in der Antike. Die erste urkundliche Erwähnung als Tolunstein stammt aus dem Jahr 1007, als Heinrich II. den Ort an das Kloster Bergen schenkte. Später wurde Dollnstein von den Grafen von Grögling-Hirschberg beherrscht, bis es nach Erbstreitigkeiten an das Hochstift Eichstätt verkauft wurde. Im Mittelalter entwickelte sich der Ort zu einem wichtigen Markt, der sogar die Hälfte der Städte des Hochstifts an Einwohnerzahl übertraf.
Besonders sehenswert ist die Burg Dollnstein mit ihrem Altmühlzentrum in den Stallgebäuden. Die Pfarrkirche St. Peter und Paul thront auf einer Felsbank und vereint romanische, gotische und barocke Elemente. Ihre Fresken aus dem 14. Jahrhundert und das Abendmahlbild von Hans Schäufelein sind kunsthistorisch bedeutend. Die mittelalterliche Stadtmauer und der historische Altort mit seinen Jurahäusern ergänzen das Bild. Im Ortsteil Obereichstätt steht eine monumentale Würfel-Skulptur von Alf Lechner. Die umliegende Natur mit Trockenrasen, Wacholderheiden und dem Burgstein als einem der schönsten Geotope Bayerns lädt zu Wanderungen ein.