Tagmersheim liegt im schwäbischen Landkreis Donau-Ries, etwa 19 Kilometer nordöstlich von Donauwörth. Die Gemeinde besteht aus dem Pfarrdorf Tagmersheim und dem Kirchdorf Blossenau, zu dem auch die Einöden Hagenauhof und Steinerhof gehören. Das Gemeindegebiet ist in zwei Gemarkungen unterteilt, wobei die Gemarkung Tagmersheim eine Fläche von über zwölf Quadratkilometern umfasst.
Die Geschichte des Ortes ist eng mit einer Wasserburg verbunden, die im Besitz der Familie von Otting stand und 1523 zerstört wurde. Später gehörte Tagmersheim zu den Grafen von Pestalozza, die hier eine Hofmark mit Hochgerichtsbarkeit einrichteten. Im 19. Jahrhundert wurde die Gemeinde im Zuge bayerischer Verwaltungsreformen neu geordnet, und 1972 kam Blossenau durch die Gebietsreform hinzu.
Heute ist Tagmersheim vor allem durch seine ländliche Prägung und die Eingliederung Blossenaus bekannt. Die Gemeinde bietet eine Grundschule und eine Kindertageseinrichtung, während die Landwirtschaft eine wichtige Rolle spielt. Persönlichkeiten wie der Historiker Herbert Lang und die Journalistin Doris Schröder-Köpf stammen aus Tagmersheim.