Mörnsheim liegt im Gailachtal, wo die Gailach von Mühlheim durch den Ort bis zur Altmühl fließt. Der Markt im oberbayerischen Landkreis Eichstätt grenzt an die Regierungsbezirke Mittelfranken und Schwaben und liegt damit an der Schnittstelle der historischen Regionen Bayern, Franken und Schwaben.
Erste Spuren einer Besiedlung finden sich aus der Bronzezeit, während Mühlheim bereits im Testament des heiligen Sola um das Jahr 794 erwähnt wird. Der heutige Ortsteil Altendorf erscheint 918 erstmals urkundlich, die Burg Mörnsheim wurde unter Bischof Heinrich I. von Zipplingen erwähnt. Die Burg diente dem Geschlecht der Mörnsheimer als Sitz, bis die Vogtei 1289 endete. Später wurde Mörnsheim Teil des Fränkischen Reichskreises und blieb bis zur Säkularisation 1802 ein Eichstätter Amtssitz.
Die Burgruine auf dem Schloßberg und der als Rathaus genutzte Kastenhof prägen das Ortsbild. Die Pfarrkirche geht auf das Jahr 1065 zurück, während die Wallfahrtskirche Maria End in Altendorf aus gotischer Zeit stammt. Berühmt sind die Jura-Steinbrüche, in denen seit dem 17. Jahrhundert Lithographieschiefer abgebaut wurde. Jährlich locken ein Lammauftrieb mit Schäfermarkt im Mai und die Kirchweih im Oktober Besucher an.