Droyßig liegt im Burgenlandkreis in Sachsen-Anhalt, eingebettet im überlößten Hügelland westlich von Zeitz. Die Gemeinde ist Verwaltungssitz der Verbandsgemeinde Droyßiger-Zeitzer Forst und wird von der Kreisstraße 2224 erschlossen. Die Weiße Elster durchzieht die Niederung, wo auch die Bahnstrecke Leipzig–Gera mit dem Haltepunkt in Wetterzeube verläuft.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort im Jahr 1170, doch prägend wurde die Gründung der Heiliggrabpropstei 1214 durch Albrecht von Turts. Die Chorherren betrieben ein Hospital in Grimma und besaßen Ordenshöfe in Utenbach und Sautzschen. Später wechselten die Besitzer mehrfach: Die Grafen von Orlamünde hatten hier ihren Sitz, die Herren von Bünau und von Hoym folgten, bevor das Schloss im 17. Jahrhundert entstand. Droyßig war auch von Hexenverfolgung betroffen, und bis 1989 beherbergte es ein Zentralinstitut der Pionierorganisation.
Besonders bekannt ist das Schloss Droyßig, das auf den Resten einer mittelalterlichen Burg errichtet wurde und ein Bärengehege beherbergt. Die Schlosskirche gilt als Meisterwerk der Spätrenaissance, während die Gemeindebibliothek und ein Heimatmuseum im Schloss untergebracht sind. Regelmäßige Veranstaltungen wie das Schlossfest mit mittelalterlichem Markt oder der Weihnachtsmarkt ziehen Besucher an. Persönlichkeiten wie der Dichter Ernst Ortlepp oder der Ornithologe August Wilhelm Thienemann stammen aus Droyßig.