Gera liegt im Osten Thüringens, eingebettet im Tal der Weißen Elster, die das Stadtbild prägt. Das ostthüringische Hügelland umgibt die Stadt, deren Höhen zwischen 180 und 354 Metern über dem Meeresspiegel schwanken. Mit ausgedehnten Waldflächen wie dem Geraer Stadtwald und dem Holzland im Nordwesten zählt sie zu den grünsten Städten der Region. Leipzig ist etwa 60 Kilometer entfernt, während Erfurt im Westen und Zwickau im Südosten liegen.
Die Stadt blickt auf eine lange Geschichte zurück, die bis ins Mittelalter reicht. Erstmals wurde der Name Gera 995 in einer Grenzbeschreibung erwähnt, doch schon vorher existierte hier eine slawische Siedlung. Im 13. Jahrhundert entwickelte sich Gera unter den Vögten von Weida zu einem wichtigen Handelsort. Mit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert erlebte die Stadt einen wirtschaftlichen Aufschwung, besonders durch die Textilindustrie, die ihr den Beinamen „Manchester Thüringens“ einbrachte.
Heute ist Gera vor allem für seine prächtige Gründerzeitarchitektur bekannt, darunter über hundert Villen und öffentliche Bauten, die vom einstigen Reichtum zeugen. Die Stadt trägt den Titel „Hochschulstadt“ und beherbergt mehrere Hochschulen. Als „Otto-Dix-Stadt“ erinnert sie an den berühmten Maler, der hier geboren wurde. Ein weiteres Highlight ist die Bundesgartenschau 2007, die das Stadtbild nachhaltig prägte.