Teuchern liegt am Rand der Leipziger Tieflandsbucht zwischen den Städten Weißenfels und Zeitz. Eingebettet in eine flache Landschaft mit sanften Hügeln grenzt die Stadt an mehrere Nachbargemeinden wie Lützen, Hohenmölsen und Kretzschau. Die Umgebung ist geprägt von weiten Feldern und kleinen Gewässern, die an die frühere sumpfige Beschaffenheit des Ortes erinnern.
Schon vor über fünf Jahrtausenden war die Gegend besiedelt, wie Funde von Knochen und Werkzeugen belegen. Der Name Teuchern geht auf den slawischen Stamm der Tuchari zurück, die hier einen feuchten, sumpfigen Ort besiedelten. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 976, als Kaiser Otto II. eine Basilika im Gau Teuchern der Zeitzer Kirche schenkte. Im Mittelalter wechselte der Ort mehrfach die Besitzer, darunter Markgrafen, Könige und Adelsgeschlechter wie die Herren von Teuchern. Die Stadt entwickelte sich durch Siedler aus Franken und erhielt 1480 das Marktrecht.
Teuchern ist bekannt für seine St.-Georg-Kirche auf dem Glockenberg, die zwischen 1610 und 1612 erbaut wurde. Die Stadt war einst ein Zentrum der Uhrglasproduktion, wovon ein Notgeldschein aus dem Jahr 1921 zeugt. Nach Eingemeindungen im Jahr 2011 entstand die heutige Einheitsgemeinde. Die Umgebung mit ihren acht Ortschaften und historischen Kirchen prägt das Bild der Stadt, die heute zum Burgenlandkreis gehört.