Drslavice liegt im Vorland des Böhmerwaldes, wo sich rechtsseitig über dem Tal des Žárovenský potok (Rebenbach) ein kleines Dorf ausbreitet. Umgeben von sanften Hügeln wie dem Lomec, Stráž oder Studená, ist es etwa sechs Kilometer westlich von Prachatice in Südböhmen gelegen. Nachbarorte wie Lažiště, Milešín oder Kratušín prägen die ländliche Umgebung.
Erstmals erwähnt wurde Drslavice 1384, als Štěpán von Drslavice der Kirche in Bavorov den Zehnt für das Dorf zahlte. Im Besitz der Vladiken von Drslavice, die den Rosenberger dienten, wechselte das Gut später mehrfach die Hände. Nach Zerstörungen im Hussitenkrieg und durch bayerische Truppen im 15. Jahrhundert wurde die Feste erstmals 1538 urkundlich genannt. Bis ins 19. Jahrhundert blieb das Dorf der Herrschaft Winterberg untertänig, bevor es nach der Aufhebung der Patrimonialherrschaften Teil von Švihov wurde.
Die ehemalige Feste, später als Vorwerkshof genutzt, prägt das Ortsbild. Nach dem Verkauf von Teilen an Bewohner im frühen 19. Jahrhundert wandelte sie sich zu Wohnzwecken. Bis zur Vertreibung der deutschsprachigen Bevölkerung nach 1945 war Drslavice das einzige deutschsprachige Dorf der Pfarre Lažiště. Heute gehört es zur Gemeinde Lažiště und bewahrt Spuren seiner bewegten Geschichte zwischen Hussitenkriegen, Adelsherrschaft und ländlichem Leben.