Zálezly liegt in Südböhmen am Rande des Böhmerwaldes, eingebettet in eine hügelige Landschaft. Der Ort erstreckt sich linksseitig am Radhostický potok, einem Bach, der von kleineren Zuflüssen wie dem Setěchovický potok gespeist wird. Umgeben von bewaldeten Hügeln wie dem Čerenec oder dem Věnec, der mit einer alten Burgstätte aufwartet, prägt das Tal des Volyňka mit seiner Eisenbahnstrecke das Bild. Nachbarorte wie Malenice oder Radhostice sind nur wenige Kilometer entfernt.
Erste Spuren einer Besiedlung reichen bis in die keltische Zeit zurück, als auf dem Věnec eine Burg stand. Schriftlich erwähnt wurde Zálezly erstmals im 14. Jahrhundert, als es im Besitz der Herren von Zalezl war. Später wechselten die Besitzer häufig, darunter Adelsfamilien wie die Wratislaw von Mitrowitz oder die Zádubský von Schönthal. Wirtschaftlich lebte der Ort lange von Landwirtschaft, ergänzt durch Handwerk wie Spinnerei und Weberei. Die Eisenbahn brachte im späten 19. Jahrhundert einen Aufschwung, als die Strecke Strakonice–Volary das Tal erschloss.
Heute prägen historische Bauwerke das Ortsbild, darunter eine Kapelle aus dem 19. Jahrhundert und ein ehemaliges Schulhaus. Reste einer Renaissancefeste erinnern an die mittelalterliche Vergangenheit, während der Věnec als archäologisches Schutzgebiet gilt. Berühmtester Sohn des Ortes ist der Dirigent Karel Šejna, nach dem eine Gedenktafel benannt ist. In Kovanín steht ein typischer Bauernhof im barocken Stil, der die ländliche Tradition bewahrt.